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Weihnachtskonzert 17.12.2017 18:00 1 Tage

Chronik

Die Ursprünge des Spielmannszuges gehen in das Jahr 1892 zurück. Um das Auftreten des Sportvereins bei Gaufesten und anderen festlichen Anlässen wirkungsvoller zu gestalten, bildeten im Jahre 1892 vier junge Vereinsmitglieder einen Spielmannszug, bestehend aus je 2 Trommeln und Pfeifen.

Die Namen der Gründer: Adam Hamm und Otto Böhm (Trommel), Jakob Schuchmanno und Heinrich Hemmerling (Pfeife). Mit der jährlichen Entlassung von Spielleuten aus dem Militärdienst erhielt der Spielmannszug einen erfreulichen Auftrieb. Zu Trommeln und Pfeifen kamen im Jahre 1907 Signalhörner, die das Spielen des Zuges vielseitiger gestalteten. Bis zum Kriegsausbruch 1914 konnte der Spielmannszug dem Verein bei vielen Festlichkeiten mit klingendem Spiel vorangehen. Während des 1. Weltkrieges ruhte die Arbeit des Spielmannszuges, der jedoch im Jahre 1919 wieder auflebte und 1927 schon 27 Mitglieder zählte. Die Mitglieder Jakob Menzer und Heinrich Danz übernahmen freiwillig die Ausbildung. Stabführer zu dieser Zeit war Heinrich Bretsch bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges im Jahre 1939, Leiter des Spielmannszuges war Jakob Menzer. Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 trat ein völliger Stillstand ein. Nachdem die erfolgreiche Arbeit des Spielmannszuges durch den Krieg unterbrochen wurde, begann der Wiederaufbau nach dem Ausscheiden der Sportgemeinde aus der Sport - und Kulturgemeinschaft im Jahre 1949. Die Namen der Spielleute Martin Jung, Heinrich Danz und Philipp Trautmann sind mit dem Wiederaufbau des Spielmannszuges unlöslich verbunden. Die Stabführung übernahm in den Jahren 1949 bis 1952 Johann Löb, danach bis 1954 Christian Knodt aus Büttelborn und ab 1954 Willi Greifenstein, der auch Stabführer des Turngaues Darmstadt war. Die Leitung der Abteilung übernahm Philipp Trautmann. An Pfingsten 1953 stellte sich der Spielmannszug zum ersten Mal beim 2. Landestreffen in Pfungstadt einem Wertungsgericht und errang in der Klasse II den 2. Preis. Dem Vorgehen anderer Spielmannszüge folgend, wurden im Herbst 1953 Fanfaren angeschafft, die beim 3. Landestreffen der Hessischen Turnerspielleute in Münster 1954 zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung traten. Man erreichte mit Fanfaren in der Klasse B den 1. Platz, ohne Fanfaren in der Klasse A den 6. Platz. Im Jahre l955 wurde der Fanfarenzug durch zwei Aida-Fanfaren verstärkt.

 

Spielmannszug 1952 - In der Kleingartenanlage Darmstadt-Ostbahnhof

 

Wäldchestag - Sandgrube bei Ludwig Bender

 

Da besonders die begeisterte Jugend zum Spielmannszug strömte, wurde 1955 ein Schülerspielmannszug gegründet, dessen Stabführung in den Händen des damals elfjährigen Schülers Robert Greifenstein lag. Bei seinem 1. Auftreten auf dem Turnabend 1955 wurde er von den anwesenden Gästen jubelnd begrüßt. Ebenso gefeiert wurde er bei seinem Auftreten auf dem Werbeturnabend der SKG Schneppenhausen im September 1956. Auf dem hessischen Landesturnfest 1955 in Darmstadt war der Spielmannszug bei einem Konzert und dem Umzug vertreten. Ihren größten Erfolg errangen die Weiterstädter Spielleute beim 4. Landestreffen in Langenselbold 1956 in der Oberstufe ohne Fanfaren den 1. Platz mit der Wertungsnote ”vorzüglich”, mit Fanfaren den 5. Platz mit der Note ”gut bis sehr gut”. Der Schülerspielmannszug belegte in der Unterstufe der ”aktiven” Spielleute den 1. Platz mit der Note ”vorzüglich”. Vom 31. Mai bis 3. Juni 1957 war die Sportgemeinde Weiterstadt Ausrichter der kleinsten Gemeinde, die je solch ein Fest durchgeführt hatte. Im Jahre 1959 fand dann das Landestreffen in Dauborn statt. Die Weiterstädter Spielleute starteten in 3 Stufen und erreichten in der Oberstufe mit Fanfaren die Note ”sehr gut-vorzüglich”, Oberstufe ohne Fanfaren ”sehr gut-vorzüglich” und in der Trompetenstufe die Note ”vorzüglich”. Beim dazugehörenden Dreikampf erreichte die SG Weiterstadt mit 990 Punkten den 1. Sieg. Dem allgemeinen Trend folgend, stellte der Spielmannszug 1961 teilweise auf Blasinstrumente um. Für die Ausbildung konnte Heinrich Würtzl gewonnen werden. Die Weiterführung des Spielmannszuges oblag weiterhin Willi Greifenstein als Stabführer und Philipp Trautmann als Abteilungsleiter. Letzterer war es auch, der das Geld für die neuen Instrumente bei den Weiterstädtern locker machte. Der Spielmannszug beteiligte sich 1960 beim Hessischen Landesturnfest in Wiesbaden und startete beim 7. Landestreffen in Dudenhofen. Auch beim 8. Landestreffen in Mühlheim 1962 und dem 9. in Münster 1964 nahm man teil und erreichte Noten wie ”sehr gut-vorzüglich”.

 

Landestreffen in Langenselbold 1956

 

Biebesheim - Einweihung Stadion

 

Im Jahre 1964 formierte Reinhold Fuchs noch einmal einen Schülerspielmannszug, mit dem er 1964 und 1965 eine Übungsfreizeit am Selker Noor verbrachte. Der damalige Leiter des Selker Noors, Hans Prestien, war auch Leiter des Spielmannszuges der Freien Turnerschaft Kiel. Hans Prestien war mit seinem Spielmannszug auf Deutschlandreise und machte auch zwei Tage in Weiterstadt Station. Beim 10. Landestreffen, das 1966 in Gräfenhausen stattfand, erreichte der Schülerspielmannszug in der Schülerstufe die Bewertung ”vorzüglich”. Der Musikzug nahm in Gräfenhausen zum ersten Mal nach seiner Umbildung wieder an einem Wertungsspiel teil und errang in der Trompetenstufe A die Bewertung ”vorzüglich” und in der Leistungsstufe ”hervorragend”. Im Dreikampf landeten die Schüler auf dem 5. Platz, die Jugendlichen auf dem 10. Platz. Nach dem Tod von Philipp Trautmann übernahm Hans Best die Geschicke der Abteilung, ihm folgten als Abteilungsleiter Willi Greifenstein jun., Günter Westerwald, Karl-Heinz Lotz und schließlich 1976 Fridhelm Gärtner. In den Jahren 1961-1972, unter Dirigent Heinrich Würtzl, gab der Musikzug zahlreiche Konzerte, zum Teil mit beachtlichem Erfolg. Zusammen mit der Sportgemeinde reiste der Musikzug 1970 nach Prag, wo er in einem Vorort von Prag ein Konzert gab. Man fuhr außerdem nach Böblingen, um dort zu musizieren, beteiligte sich am Hessentag in Darmstadt, Bad Hersfeld, Fritzlar und spielte in Thayngen in der Schweiz. Die Musiker von Thayngen machten in Weiterstadt einen Gegenbesuch. Zu viele Verpflichtungen als Festmusik führten schlie8lich zum Austritt einiger Musiker. Auch von der geplanten Amerikareise nahm man Abstand, was mit dazu führte, dass Heinrich Würtzl 1972 seine Tätigkeit beim Musikzug aufgab. Danach hatte man Mühe, den Leistungsstand zu halten. Auch Adi Thoß, der dieses Amt für ein gutes Jahr übernahm, konnte den Zusammenhalt der Musiker und das Leistungsniveau nicht festigen. Um dem Nachwuchsproblem ein Ende zu bereiten, gründete Robert Greifenstein im Mai 1973 mit 6 Kindern einen Schülermusikzug. BeimWeihnachtsmusizieren im gleichen Jahr waren es bereits 15 Musikanten. Mit der Übernahme des aktiven Musikzuges durch Alfred Schäfer im Jahr 1974 stabilisierte sich der Leistungsstand wieder und es ging aufwärts.

 

Konzert Weiterstadt

 

Aktive und Alfred Schäfer

 

Der Schülermusikzug zählte schon 23 Musikanten und hatte seine ersten Auftritte. Die erste Übungsfreizeit in Krumbach im badischen Odenwald war ein voller Erfolg und gab den Kindern viel Auftrieb. Die Aktiven gaben in den Jahren unter Alfred Schäfer einige Konzerte, spielten auf Waldfesten, zu Einweihungen, Ehrungen und Jubiläumsfesten.

 

Schülermusikzug vor dem Hallenbad Weiterstadt

 

Der Schülermusikzug trat 1975 seine 1. Konzert- und Übungsfreizeit nach Auffach/Tirol an. Diese Übungsfreizeiten hat Robert Greifenstein lange Zeit beibehalten. Beim 16. Landestreffen der Hessischen Turnermusiker in Münster 1979 beteiligte sich der Musikzug der SGW am Freundschaftsspiel und wirkte mit beim Hessentag in Friedberg. Der Schüler- und Jugendmusikzug musizierte für Hessen bei der Bundesgartenschau in Bonn. Da Alfred Schäfer im August 1979 sein Dirigentenamt beim Musikzug niederlegte, wurden beim Gemeinschaftskonzert der Musikzüge der Großgemeinde Weiterstadt die Musiker der SGW von Robert Greifenstein dirigiert. Er hatte sich bereit erklärt, die Aufgabe vorübergehend zu übernehmen. Im Jahr 198O reiste der Musikzug nach Narbonne in Südfrankreich. Er gab in Narbonne und Umgebung mehrere Konzerte, unter anderem in Gruissan zusammen mit der Jugendjazzkapelle und in der Kirche von Cuxac d’Aude. Den Höhepunkt seines Wirkens erlebte der Schüler- und Jugendmusikzug mit der Einladung des ZDF, bei der Sendung von Maria Hellwig ”Früh übt sich...” mitwirken zu dürfen. Im Juni ging die Reise zu den Aufnahmen nach Berlin, die Sendung wurde am 25. Februar 1981 ausgestrahlt. Nach dieser glanzvollen Zeit wechselte ein Großteil der Jugendlichen in den aktiven Musikzug, der somit eine Spielstärke von 56 Personen erhielt. Beim ersten Weihnachtskonzert des Musikzuges 1980 stellte sich der Musikzug erstmals mit seinem Neuzugang der breiten Öffentlichkeit vor. Jetzt zeigte sich, was man mit einer soliden Jugendarbeit leisten kann. Im März des folgenden Jahres war der Musikzug Ausrichter des Landeslehrganges der hessischen Turnermusiker. Er übernahm dies aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens. Aus dem gleichen Grund fand neben dem Jubiläumskonzert das Gaufreundschaftstreffen der Turnermusiker in Weiterstadt statt. Bei der Bundesgartenschau in Kassel repräsentierte der Musikzug der SGW das Land Hessen mit einem guten Konzert. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Spielmanns- und Musikzuges war jedoch zweifellos die im September 1981 stattgefundene Reise nach Amerika. Der Musikzug flog mit ca. 90 Personen, davon 55 aktive Musiker, von Frankfurt nach New York, um an der Steuben-Parade teilzunehmen. Auf seiner 12-tägigen Reise gab der Musikzug zwei Konzerte in deutsch-amerikanischen Clubs in New York. Eine Rundreise führte die Teilnehmer von den Niagara-Fällen nach Washington.

 

Aufnahmen - Früh übt sich mit Maria Hellwig

 

New York - Vor der Freiheits-Statue

 

Der Musikzug musizierte von einem Jubiläumsjahr ins andere. "90 Jahre Spielmanns- und Musikzug" im Jahre 1982 - zu diesem Anlaß konnte Robert Greifenstein viele der früheren Spielleute wieder aktivieren und Walter Kumpf für die Betreuung und Stabführung gewinnen. Beim Jubiläumskonzert konnte der "Traditionsspielmannszug” überzeugen. Seit dieser Zeit proben sie wieder regelmäßig einmal im Monat und pflegen die Kameradschaft. Den Vatertag leiten sie jährlich mit einem Weckruf in den Straßen von Weiterstadt ein. Im Jahr 1982 hatte sich der Musikzug einiges vorgenommen. Er nahm beim Hessentag in Wächtersbach teil, veranstaltete einen Gaulehrgang und reiste mit dem neuformierten Schülermusikzug zum 3. Mal nach Auffach/Tirol. In Runkel beim Landestreffen der Hessischen Turnermusiker erspielten die Aktiven einen 1. Rang in der Mittelstufe, der Jugendmusikzug einen 1. Rang in der Jugendstufe. Im Juni 1982 besuchte man den Musikverein Besch an der Mosel. Zum Abschluss des Jahres fand der Musikzug mit seinem zweiten Weihnachtskonzert sehr guten Anklang. Im folgenden Jahr hatten sich die Bescher Musikanten zum Gegenbesuch angemeldet, und so bestritten sie gemeinsam mit dem Musikzug der SGW das Frühjahrskonzert. Im Frühjahr und Herbst richtete der Musikzug Gau-Wochenendlehrgänge aus, zur Vorbereitung von Lehrgängen an der Bundesmusikschule in Altgandersheim. Das Landeskinderturnfest am 19. Juni 1983 in Frankfurt umrahmte der Musikzug mit seiner Musik. Im Sommer reiste der Jugendmusikzug zum 2. Mal nach Narbonne/Südfrankreich. Hier übertrug Radio Narbonne im Rahmen seiner Sendung ”Jugend ’83” einige Musikstücke, gespielt vom Jugendmusikzug der Sportgemeinde Weiterstadt. Im Herbst 1983 nahmen die Musiker eine Kassette und Schallplatte auf, die zu Beginn des Jahres 1984 auf den Markt kam und die man als gelungen bezeichnen kann. Beim Landestreffen in Steinbach erspielten sich die Jugend einen 1. Rang, die Schüler einen 2. Rang. Beim Gaufreundschaftstreffen in Braunshardt wirkten sowohl der Musikzug, als auch der Traditonsspielmannszug mit. Im September wurden die Freunde in Besch zu einem gemeinsamen Konzert besucht, und im Oktober brach der Musikzug zu einer interessanten Reise nach Ungarn auf. Ein Weihnachtskonzert in Ober-Modau und das Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche in Weiterstadt rundeten das Arbeitsjahr des Musikzuges ab. Doch das nächste begann schon kurz vor Weihnachten und zwischen den Jahren mit den Proben am Staatstheater in Darmstadt. Der Musikzug hatte die ehrenvolle Aufgabe in Carl Millöckers Operette ”Der Bettelstudent” die Bühnenmusik zu stellen und dies in ca. 45 Vorstellungen bis zum 6. Juli 1985. Es war eine intensive Aufgabe. Trotzdem liefen die jährlichen Verpflichtungen weiter. Die zur Tradition gewordenen Gaulehrgänge im Frühjahr und Herbst wurden ausgerichtet, beim Gaufreundschaftstreffen in Erzhausen wirkte man mit, das Waldfest und das 1. Ortskernfest der SGW wurden musikalisch umrahmt, und die Jugend fuhr nach Heerhugoward in Holland, um sich dort musikalisch darzustellen. Im August 1985 ging der Jugendmusikzug auf große Fahrt nach Schottland. In Aberdeen und Turriff gaben die Musiker Konzerte und knüpften freundschaftliche Beziehungen zu einer Pipe-Band. Zum Europäischen Jahr der Musik gab der Musikzug am 16 November 1985 ein Konzert im Bürgerhaus Weiterstadt. Zum Jahresausklang wurde ein Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche veranstaltet und am heiligen Abend, wie jedes Jahr, vor der evangelischen Kirche Weihnachtslieder gespielt.

 

Traditions - Spielmannszug 1982

 

Konzert 1982 Weiterstadt

 

Im Jahre 1986 feierte die Sportgemeinde ihr 100-jähriges Bestehen. Der Beitrag unserer Abteilung zu diesem Jubiläum war die Ausrichtung nahezu aller Landesveranstaltungen der Hessischen Turnermusiker in diesem Jahr, die größte Herausforderung war die Durchführung des 19. Landestreffens der Hessischen Turnermusiker. Dies sollte ein unvergessssliches Ereignis in der Geschichte des Spielmanns- und Musikzuges werden. Man hatte sich gut vorbereitet auf die Musiker des Hessischen Turnverbandes, aus der Schweiz, Frankreich und Schottland, und unter den Klängen der schottischen Pipe-Band, des Musikzuges und des Traditionsspielmannszuges nahmen die Festtage ihren Anfang. Das Schülerorchester eröffnete den Abend mit seinen musikalischen Darbietungen, und das Musikcorps der Hessischen Bereitschaftspolizei setzte ihn mit einem zweistündigen Konzert fort. Eröffnet wurde das Landestreffen durch einen Sternmarsch und ein anschließendes Großkonzert auf dem Rathausplatz. Fallschirmspringer überbrachten die Flaggen der Nationen, aus denen Musiker anwesend waren. Die Fahnen wurden dann zu den Klängen der Nationalhymnen gehisst. Beim Aufziehen der HTV-Verbandsflagge ertönte der Kyffhäuser Turnermarsch. Nachdem der Landesfachwart Heinz-Josef Roth das 
19. Landestreffen feierlich eröffnet hatte, überbrachten Schirmherr Kultusminister Karl Schneider, Bürgermeister 
G. Hahn, Horst Keller vom HTV und unser Vereinsvorsitzender Reinhold Fuchs ihre Glückwünsche und Grußworte. Unter den Klängen der ”Festfanfare” starteten Brieftauben und mit klingendem Spiel zogen Musiker, Turner, Gäste und Zuschauer zum Festgelände, wo ein buntes Programm organisiert war. In den Hallen starteten 41 kleine Gruppen zum ”Musizieren in kleinen Gruppen”. Einer ganzen Reihe von durchschnittlichen Leistungen standen echte Spitzenvorträge gegenüber. Beim Unterhaltungsabend konnten sich das Landesjugendorchester und die HIV-Big-Band musikalisch repräsentieren. Turn- und Tanzsportabteilung beteiligten sich am Programm, und auch die Pipe-Band spielte auf zum Tanz einer Highländerin. Das Wertungsmusizieren brachte mit 35 Musikgemeinschaften eine recht erfreuliche Beteiligung. Ansprechende musikalische Leistungen wurden geboten, unser Jugendmusikzug erspielte sich einen 1. Rang. Platzkonzerte, großer Sternmarsch und Massenkonzert fanden am Mittag statt. Den Abend gestalteten die Blasorchester und Musikzüge unserer vier Ortsteile, die Sängervereinigung und die Spargelfinken zu einem würdigen Festabschluss. Viele Aktivitäten zogen sich durch das Jahr, der Besuch der Jugendlichen aus Narbonne, Musikerfahrt nach Lechbruck im Allgäu, das Ortskernfest der SGW, Teilnahme des Jubiläums 125 Jahre Musikgesellschaft Dürrenroth in der Schweiz, 2. Oktoberfest der Traditioner, Schüler-Übungsfreizeit in Limburg und schließlich das Konzert zum eigenen Jubiläum ”Seit 25 Jahren Musikzug”. Im Jahr 1987 wurden für den ”Kaufmann von Venedig” Trommler- und Flötenspieler vom Staatstheater verpflichtet. Diese Aufgabe war eine erneute Herausforderung für Spielleute und auch Musiker. Aus den Reihen der Musiker wirkten öfter Mitglieder in den verschiedensten Stücken mit, z.B. ”Schneider Wippel” und ”Othello”. Ebenfalls 1987 ging die Jugend auf Frankreich- und Spanienfahrt. Die französischen Freunde besuchten uns in Weiterstadt, und es fanden wie immer das Waldfest und die üblichen Grill- und Sommerfeste statt. Ein Konzertwochenende verbrachten die Musiker in Holland in Heerhugoward bei Alkmaar. Im Herbst war der Musikzug Ausrichter des 1. Gau-Wertungsmusizierens zum 125-jährigen Jubiläum des Turngau Main-Rhein, und zwar für das ”Musizieren in kleinen Gruppen”. Für das Schülerorchester fand in Dillenburg vor dem ”Großen Herbstkonzert” eine Übungsfreizeit statt. Mit dem Weihnachtskonzert in Ober-Modau und Weiterstadt klang 1987 aus.

 

Theater Darmstadt

 

Jugend in Turriff

 

Für das folgende Jahr stand das 20. Landestreffen in Lieblos auf dem Programm. Das Jugendorchester errang einen 1. Rang mit Belobigung. Das aktive Orchester spielte in der zum ersten Mal durchgeführten Höchststufe ”Tirol 1809”. Alle drei Orchester, die in der Stufe starteten, fuhren mit dem zweiten Rang nach Hause. Auf große Skandinavienfahrt gingen die Jugendlichen im Sommer 1988 und gaben Konzerte in Boden/Schweden. Die Reise führte über Kopenhagen, Oslo, Stockholm, Boden bei Lulea, und Helsinki zurück nach Deutschland. Das aktive Orchester spielte beim 125-jahrigen Jubiläum der Musikgesellschaft Heimberg in der Schweiz. Zur Pflege der Kameradschaft flogen die Musiker mit ihren Familien nach Zadar in Jugoslawien. Mit dem Schülerorchester verbrachte man eine Übungsfreizeit in Geislitz-Linsengericht, wollten sie doch beim Herbstkonzert gut musizieren.

 

1987 Narbonne Frankreich

 

Spanien - Jugend

 

Jugend

 

Für das kommende Jahr hatten sich personelle Veränderungen angekündigt. Das Schülerorchester und auch das Jugendorchester wurden ab 1989 von Sven Greifenstein übernommen. Die Abteilungsleitung ging nach 13 Jahren von Fridhelm Gärtner an Georg Schenten über. Auch 1989 kehrten die jährlichen Veranstaltungen wieder, herauszuheben sind jedoch die sehr harmonischen Konzertreisen der Jugend nach Südfrankreich und der Aktiven nach Spanien. In Narbonne konnten sich die Musiker zum gemeinsamen Konzert treffen und noch einige Tage zusammen verbringen. Die politischen Ereignisse im November 1989 führten dazu, dass der Musikzug mit seiner Jugend und auch dem aktiven Orchester seine Übungsfreizeiten 1990 in Schlotheim/Thüringen abhielt. Die kleinen Trommler- und Flötenspieler verbrachten ihre Übungsfreizeit in Erfelden am Altrhein, und auch das Schülerorchester probte dort für das bevorstehende Konzert. Das Konzert 1990 war international. Unsere Musikfreunde aus Heimberg in der Schweiz, das Orchester Harmonie de Fains-Veel in Frankreich, unsere Traditioner, Jugend-, Schüler- und großes Orchester gestalteten ein abwechslungsreiches Programm. Die Gastorchester waren auch am folgenden Morgen noch zu einem Frühkonzert bereit, und man kann sagen, dass dieses Novemberwochenende viel zur Völkerverständigung beigetragen hat. Ein wirklich schönes Ereignis hat sich damit in unsere Veranstaltungen eingereiht. Eine schöne Sache war 1990 auch eine weitere Verpflichtung beim Staatstheater in Darmstadt. Der Musikzug stellte wieder die Bühnenmusik, dieses Mal zu den ”Geschichten aus dem Wienerwald". Im März 1991 starteten die Weiterstädter Musiker zu einem Gegenbesuch nach Heimberg. Die Freundschaft konnte beim gemeinsamen Musizieren vertieft werden. Die Jugendlichen fuhren über Pfingsten nach Fains-Veel und Verneuil sur Seine (Partnerstadt). In Fains-Veel wurde ein freudiges Wiedersehen gefeiert und die Bevölkerung mit einem Platzkonzert erfreut. Auch die Bürger von Verneuil wurden während des Marktes mit einem Konzert unterhalten. Beim Freundschaftstreffen der Gauvereine wirkte das große Orchester in Königstädten mit. Beim Landestreffen der Hessischen Turnermusiker in Babenhausen ging die Jugend an den Start und erreichte einen 1. Rang mit Belobigung. Sie spielten das Stück ”James Last in Concert”. Für das Konzert im September probte das Schülerorchester auf der Starkenburg in Heppenheim. Es hat sich gelohnt, denn schon die jüngsten Anfänger konnten sich beim Konzert zu ”30 Jahre Musikzug” präsentieren. Als kleine Anerkennung für die vielen Musikeinsätze über das Jahr fand ein Ausflug nach Rust statt. Das Jahr wurde mit einem anspruchsvollen Weihnachtskonzert und dem Weihnachtsliederblasen vor der evangelischen Kirche am Heiligen Abend beendet.

 

Aktive

 

Schüler

 

1992 feiert das Musikwesen in Weiterstadt sein 100-jähriges Jubiläumsfest mit herausragenden Programmpunkten. Mit diesem Feste verabschiedete sich Robert Greifenstein nach fast 20-jähriger Ausbildungs- und Dirigententätigkeit und übergibt den Dirigentenstab an Tanja Gärtner (heute Schaefer). 1993 übernimmt Thomas Schaefer das Schülerorchester und 1996 auch die Verantwortung für das Aktivenorchester und die musikalische Leitung der Abteilung.

Wieder waren Abgänge zu beklagen und es musste neu aufgebaut werden. Ganz neue Wege wurden beschritten und über die nächsten Jahre ein 4-zügiges Ausbildungskonzept für die Abteilung entwickelt. Das Konzept sieht vor, Kindern ab dem 4. Lebensjahr die Möglichkeit zu geben, über die musikalische Früherziehung und Flötenkurse bis hin zum Erlernen eines Instrumentes unter professioneller Leitung, den Weg in eines der Orchester zu finden. Dieses Angebot wurde sehr schnell angenommen, so dass die Abteilung schon sehr bald wieder zur alten Stärke und darüber hinaus wuchs. Das professionelle Vorgehen versetzte die Abteilung, im Besonderen im Jugendbereich schon sehr bald in die Lage wieder an Wettbewerben teilzunehmen. Im Jahre 2000 gab sich die Abteilung einen neuen Namen und fasste alle Aktivitäten unter dem Begriff Abteilung Musik zusammen.

Diese Entwicklung machte es notwendig einen weiteren Dirigenten, für die zwischenzeitlich vier Orchester, zu finden. Christian Köhler, ein Eigengewächs, übernahm im Jahre 2000 das neue Mini- sowie das Schülerorchester. Viele großartige Erfolge konnten gefeiert werden.

2003 nimmt das Schülerorchesters an der Vorausscheidung zum 6. Deutschen Orchesterwettbewerb im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks teil und gewinnt 2005 den Wettbewerb beim Kapellentreffen in Bruchsal mit 94,5 Punkten. Im gleichen Jahr erfolgt die Umbenennung in Young Music Company. 2006 übernimmt Thomas Schaefer die Leitung der Young Music Company von Christian Köhler. Teilnahme der Young Music Company beim 1. Landesmusikfest des HTV in Mühlheim in der Kategorie Höchststufe, 3. Platz mit 91 Punkten. 2007 gewinnt Young Music Company die Hessische Landesentscheidung zum 7. Deutschen Orchesterwettbewerb in Schlitz. Im gleichen Jahr erzielt das Schülerorchester den 2. Platz beim 1. Wettbewerb für  Jugendblasorchester der Musikjugend Hessen während des Hessentages in Baunatal.

Die Young Music Company setzt ihre Erfolgsstory fort und erzielt den 3. Platz beim 7. Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal und den 3. Platz beim Wettbewerb BW-Musix in Friedrichshafen. Das Schülerorchester konnte den 4. Platz erzielen. Zum ersten Mal war die Abteilung mit zwei Orchestern bei einem Wettbewerb erfolgreich. Im gleichen Jahr erzielen die Allegros einen 2. Platz beim Landesturnfest in Baunatal.

Die musikalische Arbeit der Abteilung fand ihre besondere Würdigung in der Übernahme der Patenschaft für unsere Young Music Company durch das Orchester des Staatstheaters Darmstadt. Durch diese Patenschaft bekamen die jungen Musiker Einblick in die professionelle Orchesterarbeit. Auch in allen sonstigen Fragen und praktischen Übungen sowie mit Ausrüstung standen uns das Theater und die Orchestermitglieder mit Rat und Tat zur Seite.

Auch die kürzlich eingegangene Partnerschaft mit den Bläserklassen der Albrecht-Dürer-Schule hilft der Abteilung künftig noch mehr junge Menschen für die musikalische Ausbildung zu gewinnen

Viele große Konzerte wurden in den letzten Jahren gegeben die sich immer größerer Beliebtheit in der Weiterstädter Bevölkerung aber auch außerhalb Weiterstadts erfreuen. Auch tragen die Vorspielnachmittage der Schüler sowie die Matinee-Veranstaltungen zum Bekanntheitsgrad der musikalischen Arbeit der Abteilung bei.

Ganz neue Wege beschritt die Abteilung mit ihren Symphonic Rock’n Jazz Konzerten mit denen man endgültig mit dem Vorurteil der „Dicke Backe Musik“ Schluss machen will. Das letzte Konzert war mit beinahe 1000 Besuchern ein überwältigender Erfolg. Auch für das Jubiläumsjahr ist Durchführung eines Symphonic Rock Konzertes geplant.