Joomla ServiceBest Web HostingWeb Hosting
Start Presse Berlinreise und Konzert mit dem LPO Brandenburg
Herbstkonzert 07.10.2017 19:30

Berlinreise und Konzert mit dem LPO Brandenburg

Einzigartiges Konzert der Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt

Über 100 Musiker und Freunde aus Weiterstadt fahren nach Berlin

 

Berlin. Universität der Künste. Konzertsaal. Zahlreiche namhafte Musiker sind schon in dieser wunderschönen Location aufgetreten – vorne weg die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan, welche bis zur Erbauung ihrer eigenen Philharmonie an diesem Ort ihre Konzerte zum Besten gaben. Es ist demnach einer der – aus musikalischer Sicht betrachtet – geschichtsträchtigsten Orte Berlins. Und genau an diesem Ort trat am Sonntag, den 09. November, das Symphonic Sound Orchester (SSO) zusammen mit den Young Symphonics (in Kooperation mit den Bläserkalssen der Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt) der Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt unter der Leitung von Thomas Schaefer im Rahmen eines Gemeinschaftskonzerts mit dem Landespolizeiorchester (LPO) Brandenburg unter der Leitung von Christian Köhler, ehemaliges Mitglied der Abteilung Musik, auf.

Für die knapp 70 Musiker und mehr als 30 Freunde und Fans ging die Berlinreise bereits am Freitag, den 07. November, morgens um 07:00 Uhr los. Voller Freude und Eifer setzten sich drei Reisebusse in Richtung Norden in Bewegung und brachten alle nach neun Stunden Fahrt sicher an ihr Ziel: Das Hotel „Meininger“ am Berliner Hauptbahnhof, bei welchem gut 40 Zimmer gebucht waren.

Abends besuchten schließlich einzelne Gruppen auf eigene Faust Berlin und ließen sich vom Charme der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland mitreißen. Lange konnte jedoch nicht gefeiert werden: Am Samstagmorgen hieß es bereits um 07:45 Uhr Abfahrt zum Probensaal im Polizeipräsidium Brandenburg in Potsdam, in welchem zunächst von 09:00 bis 10:30 Uhr alleine und ab 10:45 Uhr gemeinsam mit dem LPO geprobt wurde. Gerade das Gemeinschaftswerk „E.T. – Adventures on Earth“ – im Original von John Williams zu Steven Spielbergs gleichnamigen Kinomeisterwerk – bedurfte einer intensiven Anspielprobe, da dieses vor allem für Berufsblasorchester wie dem LPO arrangiert wurde. Das bereits über Monate zuvor akribisch einstudierte Stück stellte jedoch für das SSO und die Young Symphonics an diesem Wochenende keine Hürde mehr dar.

Nach der Probe ging es dann weiter mit einem Stadtrundgang durch Potsdam, bei welchem auch die Umgebung des Schlosses Sanssouci nicht fehlen durfte, an dem sich direkt ein Besuch des Berliner Fernsehturms anschloss. Auch dieser Abend stand den Musikern und ihren Freunden zur freien Verfügung, was sich besonders an diesem Wochenende bedingt durch die Feier zum 25-jährigen Mauerfall anbot.

Ans Ausschlafen konnte aber auch am Sonntagmorgen nicht gedacht werden:  Um 08:00 Uhr ging es mit der Bahn in Richtung des Konzertsaals der Universität der Künste, in welchem ab 09:00 Uhr die Anspielproben begannen, bis schließlich das Konzert pünktlich um 11:00 Uhr vom SSO zusammen mit den Young Symphonics eröffnet wurde. Mit dem Konzertmarsch „Signature“ von Jan van der Roost begann das Programm der Abteilung Musik und verblüffte  das Berliner Publikum. „Was Sie hier sehen, meine Damen und Herren“, begann Christian Köhler die Begrüßung. „nenne ich ein ambitioniertes sinfonisches Blasorchester!“ Köhler betonte bei seiner Einleitung, dass der gravierende Unterschied zwischen einem Berufs- und einem Laienblasorchester vor allem in der Häufigkeit der Proben bestünde. „Während das LPO sich jeden Tag zu Proben oder Konzerten zusammen findet, treffen sich das SSO und die Young Symphonics einmal in der Woche!“ Vom hohen Niveau der Abteilung Musik konnte sich das Publikum bei den folgenden Stücken überzeugen. Solistisch hatten Stefan Heckel an der Posaune mit „The Way We Were“ und Thomas Heckel am Gesang mit „Frank Sinatra – A Man And His Music“ die einmalige Gelegenheit, in einem solchen Rahmen und einer solchen Location aufzutreten. „Man In The Ice“ von Otto M. Schwarz, welches den Fund und das Leben des Steinzeitmenschens Ötzi beschreibt, bildete mit Sicherheit einen Höhenpunkt des Konzertes.

Kurz vor der Pause durfte das Berliner Publikum schließlich Zeuge eines aus 100 Musikern bestehenden Klangkörpers werden: Das SSO, die Young Symphonics und das LPO führten das tags zuvor noch geprobte „E.T.“ auf, was zu einer Begeisterung der Zuschauer führte.

Nach der Pause zeigte das LPO schließlich, zu was ein Berufsblasorchester in der Lage ist: Mit Originalkompositionen und extrem schweren Arrangements begeisterte das Polizeiorchester nicht nur das Publikum. Auch die Musiker der Abteilung Musik waren von den Brandenburgern fasziniert. Von daher war es nicht verwunderlich, dass die Zuschauer – Berliner wie Weiterstädter – dem LPO erst nach zwei Zugaben den Feierabend gönnten.

Köhler verabschiedete und bedankte sich nochmals herzlich bei den Orchestern der Sportgemeinde Weiterstadt und betonte ein weiteres Mal die Einmaligkeit eines solchen Ereignisses: „Das gibt’s nur einmal! Das kommt nicht wieder!“ Sehr wenige Laienorchester kommen in den Genuss, Seite an Seite mit Profis zu musizieren – und dies dann auch noch in der Bundeshauptstadt in diesem Ort, von dem die Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt noch lange berichten wird: Berlin. Universität der Künste. Konzertsaal.

TAP