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Herbstkonzert 07.10.2017 19:30

Herbstkonzert 2012

Wenn Bilder und Farben Musik machen

Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt veranstaltet ihr Herbstkonzert – 2013 wieder eine weitere Neuauflage von Symphonic, Rock’n Jazz

 

Samstagabend, 29. September: Wenn man an Farben, Bilder und Gemälde denkt, so hat man alles andere vor Augen als Musik. Anders war dies beim Publikum des fast ausverkauften Bürgerzentrums Weiterstadt, als die Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt um 19:30 Uhr ihr diesjähriges Herbstkonzert veranstaltete. Unter dem Motto „Klangfarben“ sollten dem Hörer Bilder, Gemälde oder einfach nur ganz bestimmte Farben musikalisch vermittelt werden.

Begonnen wurde das Konzert von den Young Symphonics, dem neugegründeten Jugendorchester der Abteilung Musik, mit „Let me entertain you“, einem Songmedley von Robbie Williams, gefolgt von zwei Sätzen Bert Appermonts „Gulliver’s Travels“, einer bläserphilharmonischen Originalkomposition, welche die abenteuerlichen Reisen von Gulliver zu Riesen, Zwergen und intelligenten Pferden beschreibt.

Direkt im Anschluss begrüßte das Symphonic Sound Orchestra (SSO) mit der Filmmusik aus „The Wizard of OZ“ das Publikum. Als nächstes wurde die Farbe Blau mit der „Rhapsody in Blue“ von George Gerschwin vorgestellt. Dieses jazzige und gleichzeitig sehr virtuose Klavierkonzert wurde von Tanja Schaefer auf einem 2,80 m langen Konzertflügel vorgetragen, natürlich begleitet vom SSO. Es musste erst ein nicht enden wollender Applaus abklingen, bevor schließlich mit der Originalkomposition „Mont Blanc“ von Otto M. Schwarz die Farbe Weiß in den Mittelpunkt gestellt wurde. Dieses Werk beschreibt eine Bergbesteigung des französich-italienischen Bergmassivs, bei welchem musikalisch der Sonnenaufgang, ein Sturm und der Gipfel in Szene gesetzt werden, ähnlich der Aplensinfonie von Richard Strauss. „Ich habe einfach die Augen geschlossen und die Musik genossen!“, so Christian Köhler, ehemaliges Orchestermitglied und jetziger Dirigent des Landespolizeiorchesters Brandenburg, welcher auch tatkräftig beim Probewochenende des SSO Satzproben geleitet hatte. „Nach dem Stück habe ich nur noch mehr Lust auf meinen nächsten Ski-Urlaub in den Alpen bekommen“, so eine andere Zuhörerin begeistert.

Mit Johann Strauss’ altbekanntem und von den Wiener Philharmonikern alljährlich zum Neujahrskonzert gespieltem Werk „An der schönen blauen Donau“ verabschiedete sich das SSO nochmals mit der Farbe Blau zur Pause.

Nach der Pause übernahmen die Allegros gemeinsam mit den Young Symphonics mit den Filmmusiken zu „Pocahontas“ und „Star Wars: Epsiode 1“ das Geschehen und begeisterten damit das Publikum.

Mit der Titelmelodie des Films „Pink Panther“ begann das schließlich das SSO seine zweite Hälfte. Dieses Arrangement wurde extra für dieses Konzert von Orchestermitglied und Bassposaunist Johannes Benz geschrieben und ist daher in dieser Form einmalig. Benz erntete für seine Arrangierkünste großen Beifall.

Anschließend kam das Orchester zu seinem wohl größten Höhepunkt des Abends. Mit der „Dutch Masters Suite“ von Johan de Meij versuchten die Musiker auf der Bühne in drei Sätzen drei Bilder berühmter holländischer Künstler zu beschreiben: 1. „Die Nachtwache“ von Rembrandt van Rijn, 2. „Der Liebesbrief“ von Johannes Vermeer und 3. „Der Prinzentag“ von Jan Steen. Bei jedem einzelnen Stück erzählte die Musik die Geschichte hinter dem Bild, sei es eine marschähnliche Militärparade der Nachtwache, oder die zuckersüße Musik auf der Laute der jungen Frau, die den Liebesbrief ihres verreisten Verlobten bekommt, wobei der Herzschlag durch die Pauken zur Geltung gebracht wurde. Die jedoch größte Überraschung hielt aber wohl der dritte Satz für das Publikum parat: Der Prinzentag, einem holländischem Feiertag, sollte in einem Wirtshaus spielen, weswegen direkt zu Beginn des Satzes die einzelnen Musiker aufsprangen, Bier tranken, lachten, tanzten und Lieder sangen.  Immer mehr einzelne Gruppen formierten sich, spielten ihre eigenen Stücke, bis alles in einem riesigen Chaos gipfelte, bevor die Harmonie wieder in den Fordergrund rückte. Das Publikum war begeistert.

Mit dem Titellied vom James-Bond-Klassiker „Goldfinger“ kam das erste Gesangswerk des Abends auf die Bühne, vorgetragen von Selina Bald, welche auch immer wieder beim Symphonic, Rock’n Jazz der Abteilung Musik zu hören ist. Bald erntete riesigen Beifall und musste mehrmals auf die Bühne zurück geholt werden.

Mit einem Medley des Musicals „Wicked“ verabschiedete sich das SSO beim Publikum. Dieses Musical beschreibt die Geschichte rund um den Zauberer von OZ aus Sicht der beiden Hexen Glinda und Elphaba und spannte somit den Bogen wieder zurück zum Anfang des Konzertes. Da aufgrund der grünen Hexe Elphaba die Leitfarbe des Musicals ein giftiges Grün ist, wurde jetzt auch schnell klar, was „The Wizard of OZ“ mit dem Thema „Klangfarben“ zu tun hatte.

Das weiterstädter Publikum entließ das Orchester jedoch nicht in seinen Feierabend, sondern verlangte noch zwei Zugaben. So kam Johannes Benz alias Max Raabe auf die Bühne um mit „Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln“ die zweite Gesangseinlage des Abends zu präsentieren. Auch er wurde mit reichlichem Applaus belohnt.

Thomas Schaefer, Dirigent der Orchester, und Martin Rothenhäuser, erster Vorsitzender der Abteilung Musik, bedankten sich anschließend bei allen aktiven Musikern und deren Partner für die harte Probenarbeit, aber auch bei der Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt für die enge Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Musik und den Bläserklassen. Aber auch allen Helfern hinter der Bühne wurde für die Dekoration, dem Licht und dem Ton gedankt.

Als großes Finale kamen schließlich nochmals alle Musiker jedes Orchesters des Abends auf die Bühne. Gut 100 musikalisch begeisterte Menschen standen dort zusammen auf engstem Raum und spielten erneut die Filmmelodien aus „Star Wars: Epsiode 1“, ein Klangkörper, der gewaltig war!

„Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich zu uns gefunden haben!“, so Fridhelm Gärtner, Orchestermitglied und traditioneller Moderator der Konzerte der Abteilung Musik. „Nächstes Jahr hoffen wir, Sie alle wieder zu sehen!“ Jedoch wird es im nächsten Jahr an Stelle eines Herbstkonzerts eine Wiederholung eines anderen musikalischen Events der Superlative geben: Das Symphonic, Rock’n Jazz 2013!!!

tap