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Herbstkonzert 07.10.2017 19:30

Symphonic, Rock'n Jazz 2013

Zwei Abende voller Begeisterung und musikalischer Highlights

Die Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt veranstaltet ihr Symphonic, Rock’n Jazz

 

Dass Rock-Bands von einem Sinfonieorchester unterstützt werden, ist spätestens seit Metallica und den Scorpions bekannt und sehr beliebt. Die legendäre „Night of the Proms“ geht sogar noch einen Schritt weiter und kombiniert ein klassisches Konzert mit Stars aus Rock und Pop. Auch das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks veranstaltet alljährlich mit seinem „Music Discovery Project“ ein musikalisches Treffen dieser auf den ersten Blick scheinbar gänzlich unterschiedlichen Genres. Und in allen Fällen ist das Publikum jedes Mal mehr als begeistert.

Aber dass sich ein sinfonisches Blasorchester nun schon zum vierten Mal in Folge an ein solches Projekt heranwagt, ist dann doch etwas Einzigartiges und Besonderes: Die Abteilung Musik der Sportgemeinde Weiterstadt veranstaltete am Freitag und Samstag, den 20. und 21. September, in einem riesigen Palastzelt auf dem alten Bolzplatz am Braunshardter Tännchen wieder ihr legendäres „Symphonic, Rock’n Jazz“. Im Vorfeld wurde viel über die harte Probenarbeit, die Aufbauarbeiten, das bevorstehende Programm, sowie über die Location berichtet, doch das konnte nicht ansatzweise die gigantischen Ausmaße dieser beiden Abenden ahnen lassen.

In Anlehung an die „Night of Proms“ wurden hier Bläserphilharmonie, Rock, Pop, Jazz und Soul in viereinhalb Stunden Musik vereint. Dem Zuschauer fiel von Anfang an die mit zwei 40t-Lastzüge gelieferte Bühnen-, Licht- und Tontechnik ins Auge, betreut durch Lichtdesigner Niklas Gehnich und Veranstaltungstechniker Marco Lotz, der Technik-AG der Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt, sowie durch Toningenieur Volker Morlok.

Ab den ersten Takten der „Vorband“, bestehend aus den Nachwuchsorchestern „Die Maxis“ und „Die Allegros“, wurde das Publikum vom rockigen Sound der E-Gitarren mitgenommen. Schon nach dem ersten Stück ertönte ein unglaublicher Applaus, mit Jubelschreien und wohlwollenden Pfiffen.

Eine halbe Stunde lang heizten „Die Maxis“ und „Die Allegros“ mit Hits wie „Smoke On The Water“, „Born To Be Wild“, „Fluch der Karibik“, „Final Countdown“ und vielen mehr das Publikum mächtig ein und bereiteten es somit auf den vierstündigen Hauptact des Abends vor: Das Symphonic Sound Orchester zusammen mit den Young Symphnoics.

Eröffnet wurde dieser Teil mit einer rockig-poppigen Version der „Fanfare For The Common Man“. Während dieser Eröffnung begrüßte Moderator Timo Prenzer das Publikum, was bereits zu diesem Zeitpunkt eine berauschende Begeisterung zeigte. Direkt im Anschluss legte Thomas Heckel mit der Rocknummer „Big City Nights“ der Scorpions so richtig los, einer Band, deren Stücke bei einem Symphonic, Rock’n Jazz nicht fehlen dürfen. Schlag auf Schlag wechselnden sich  Rock- und Pop-Klassiker mit klassischen Stücken, Jazz und virtuosen Solonummern ab. Dabei gaben sich die zahlreichen Gäste des Abends das Mikrofon in die Hand: Neben Thomas Heckel bestritten auch viele weitere Sänger die Bühne. Selina Bald, welche bereits bei allen Aufführungen des „Symphonic, Rock’n Jazz“ zu hören war, begeisterte auch dieses Jahr wieder das Publikum mit Nummern wie „On The Radio“ von Donna Summer, „Nutbush City Limits“ von Tina Turner und natürlich „Skyfall“ von Adele. Timo Prenzer schlüpfte wieder in die Rolle von Peter Fox und ließ die Gäste im Beat von „Zucker“ und „Haus am See“ mitnicken. In bewährter Art und Weise versetzte Johannes Benz alias Max Raabe die zahlreich erschienenen Zuschauer in die 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts und brachte zusammen mit Birgit Blöchinger das Palastzelt mit „Dream A Little Dream“ zum Träumen. Marc Wuthe hatte in diesem Jahr gesanglich sein Debut und stellte seine kräftige Stimme mit „Knock On Wood“ in der Version von Seal und „Poison“ von Alice Cooper unter Beweis. Das Publikum dankte mit tosendem Beifall.

Eines der besonderen Highlights des Abends stellte „Les Misérables“ dar: Dieses Musical wurde von zahlreichen Sängern und dem Musicalchor der Albrecht-Dürer-Schule Weiterstadt unter der Leitung von Pascal Martiné in Szene gesetzt. Besonders herzzerreißend war hierbei die zwölfjährige Emilia Wrede, welche in die Rolle von Corsette, einem armen, französischen Mädchen, schlüpfte und das Publikum zu Tränen rührte.

Aber neben den Solosängern durfte die Abteilung Musik auch weitere Gäste begrüßen: Pfarrer Raphael Eckert-Heckelmann am Klavier mit seinen Jazz-Angels setzten virtuos das Genre Jazz um; Frank Gärtner zeigte mit „Mac Arthur Park“ wie lieblich und gleichzeitig auch ziemlich fetzig eine Trompete klingen kann; der Jugendchor, bestehend aus den Nachwuchsorchestern der Abteilung Musik und dem Schulchor der 5. und 6. Klassen der Albrecht-Dürer-Schule, begeisterten ebenso wie Jessica Höhmann und Nicole Jungbauer als Backround-Sängerinnen.

Mit „We Are The World“ und dem atemberaubenden Finale „The Wall“ verabschiedete sich die Abteilung Musik von den erschienenen Gästen, welche mit Standing Ovations und Zugabe-Rufen die Orchester nicht von der Bühne gehen lassen wollten.

Aber ein solches Event wäre ohne die zahlreiche Hilfe von Außen niemals möglich gewesen: Sei es das Arrangieren der Stücke durch Dirigent Thomas Schaefer und Bassposaunist Johannes Benz, das Aufbauen der Technik in der kompletten Woche vor den Konzerten, das Bedienen, Braten und Zapfen am Catering oder die Arbeit an der Kasse... neben 200 Musikern waren so sehr schnell 100 weitere Personen am Gelingen der Abende beteiligt.

Auch das Sponsoring durch die Volksbank Frankfurt, die Metzgerei Marienhof, das Restaurant „Am Aulenberg“, die Firma „Provadis“, das Darmstadtium und die Firma „Bentos EventTent“ gaben der Abteilung überhaupt erst die Mittel, ein solches Projekt zu starten.

So war es nicht verwunderlich, dass Prenzer am Ende des Konzertes außer Atem kam, als er sich bei allen Akteuren bedankte.

„Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen“, diesen Satz konnte Prenzer kaum fertig aussprechen, als auch das Publikum bereits begann, begeisternd zu schreien. „Wir werden uns hier alle in zwei Jahren wieder sehen,  beim Symphonic Rock’n Jazz 2015!!!“

TAP

 

 

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